Promenadenkleid
Das Promenadenkleid oder auch Tageskleid genannt ist ein altertümliches Kleid aus den letzten Dekaden des 18. Jahrhunderts, welches ursprünglich als gewöhnliches und nicht weiter auffälliges Kleid galt. Da die Frauen diese Art des Kleides gern für Spaziergänge trugen, bekam es den Namen Promenadenkleid.
Wie sieht ein solches Kleid aus?
Wir kennen diesen Kleiderstil aus Sissi Filmen oder barocken Darstellungen. Oft wird das Promenadenkleid auch Sissikleid genannt. Es besteht meist aus einem langen, wallend fließenden Rock mit Schleppe und/oder Reifrock und einem kürzeren Schürzenrock darüber. Die Röcke wurden dabei gerafft, so dass die typische Wellenform aufkam. Im Rücken befand sich oft eine Art Schleife. Durch die engen Mieder unter den Tageskleidern und den am Hintern abstehenden Rock, wirkt die Trägerin des Promenadenkleides von der Seite betrachtet optisch in der Form wie ein Pfau.
Die Farben waren ursprünglich eher dezent gehalten, doch die heute auf Bällen und Galen getragenen Kleider sind oftmals sehr farbenfroh. Die Schnittmuster variieren je nach Zeitalter ihrer Entstehung. So gibt es beispielsweise auch Schnittmuster aus den 20-er Jahren, welche eher in Richtung der Charlestonkleider tendieren.
Erstehen kann man die Promenadenkleider bzw. Sissi Kleider in gut sortierten Fachgeschäften für Abendgarderobe. Aber auch bei Aktionshäusern im Internet kann man fündig werden. So manche Schneiderin entwirft selbst Modelle und bietet diese zum Kauf an. Gewöhnlich kostet ein Tageskleid mehrere hundert Euro, da es in seiner Verarbeitung sehr aufwändig ist.
Zu finden sind Promenadenkleider auch im Bereich der “Gothic-Mode”. In entsprechenden Geschäften dafür finden sich häufig, allerdings größtenteils dunkle, Tageskleider wieder. Heute werden diese Kleider auf Gala-Veranstaltungen, Banketten, Bällen und Empfängen getragen. Aber auch als Szenebekleidung hat das Promenadenkleid seinen Platz eingenommen.